Lymphdrainage Oberkörper

Nicht nur die Beine können von einem Lymphstau betroffen sein, auch im Oberkörper ist häufig eine Lymphdrainage nötig.

Ein großes Thema sind Ödeme in den Armen nach Brustkrebs-Behandlungen.

Jedoch nicht jeder Krebspatient entwickelt ein Lymphödem. Heute gelingt es meist, wichtige Transportbahnen der Lymphe zu erhalten. Deshalb sind nun glücklicherweise weit weniger Krebspatienten von einem Lymphödem betroffen als noch vor einiger Zeit. Wenn jedoch Lymphknoten entfernt werden mussten, besteht eine erhöhte Gefahr, dass an der Stelle, an der die Operation war, der Arm anschwillt.

Es ist ratsam bereits bei den ersten Anzeichen mit der Lymphdrainage zu beginnen. Ein Lymphstau kann immer weiter zunehmen und die Behandlung wird dann immer schwieriger.

Wenn die manuelle Lymphdrainage die Blockaden gelöst und den Weg der Lymphe frei massiert hat, wird mit Kompression der Lymphstrom weiter gefördert.

Auch hier kann der Einsatz von apparativen Entstauungsgeräten sehr nützlich sein. Es wird eine Manchette um den Arm gelegt. Diese füllt sich wellenförmig mit Luft und schiebt so die Lymphe zum Herzen.

Die Ödeme können auch den Händen auftreten.

Die Hand ist ein kompliziertes Gebilde aus 27 Einzelknochen. Außerdem durchziehen dünnen Sehnen, Nerven und Blutgefäße die Hand. Auf dem Handrücken ist die schützende Muskel- und Fettschicht sehr dünn. Deshalb können leicht Verletzungen auftreten, die dann auch größere Auswirkungen auf die Beweglichkeit haben und zu starken Schwellungen und Schmerzen führen.

Nach Knöchenbrüchen an der Hand und nachfolgenden Operationen tritt häufig ein Lymphstau auf. Sofort nach der Operation beginnt man mit der Entstauungstherapie. Dies bedeutet: hoch lagern, kühlen, leichtes bewegen und Lymphdrainage. Wenn der Lymphabfluss gewährleistet ist, können Knochen und Gewebe im Heilungsprozess voran kommen.

 

 

 

 

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