Lymphdrainage Lipödem

Lipoedem behandeln

Anzeichen:

Das Lipödem ist eine Fettverteilungsstörung, die hauptsächlich bei Frauen auftritt. Die übermäßigen Fettansammlungen finden sich vorwiegend symmetrisch an den Hüften, am Po und an den Beinen (“Reiterhosensyndrom”). Auch an den Armen treten Lipödeme auf. Lipödeme sind nicht nur ein optisches Problem.  Bei Berührung sind sie auch schmerzhaft und beeinträchtigen den Lebensalltag enorm. Die körperlichen Auswirkungen können dazu führen, dass die Beweglichkeit stark eingeschränkt wird. Neben den körperlichen Schmerzen führt das zu psychischen Problemen. Das Selbstwertgefühl leidet unter der Situation und Depressionen können die Folge sein. In einer Depression wird man allerdings nicht die Kraft aufbringen, gegen das Lipödem vorzugehen. Der Teufelskreis läßt sich nur schwer durchbrechen.

Ursachen:

Nach heutigem Wissensstand geht man davon aus, dass für diese Krankheit eine genetische Störung verantwortlich ist. Meist hatte bereits die Mutter oder Großmutter mit Lipödemen zu kämpfen.

Ein interessanter Ansatz ist, dass es sich beim Lipödem um eine Krankheit der Mitochondrien handelt. Bei den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen,  tritt ein krankhafter Energieverlust auf, der zu vermehrter Fettansammlung führt.

Therapien:

Diäten allein bauen die Lipödeme nicht ab. Trotzdem ist es sinnvoll den Körper mit einer vollwertigen Ernährung zu entlasten.

Naheliegend scheint zunächst eine Fettabsaugung, eine Liposuktion. Diese entfernt die Fettzellen an den betroffenen Stellen. Allerdings ist die Fettabsaugung eine schmerzhafte Behandlung. Auch im Anschluss sind oft Kompressionsstrümpfe zu tragen, da die Krankheitsursache nicht bekämpft wird. Betroffene berichten von nicht unerheblichen Belastungen, die diese Operation mit sich bringt. Wenn man mit einer Liposuktion ein gutes Ergebnis erzielen möchte, sollte man sie in einem frühen Krankheitsstadium durchführen lassen. Die Liposuktion ist ein erheblicher Eingriff, der mit Schmerzen und Risiken verbunden ist. Demzufolge ist die Enttäuschung gross, wenn nach der Operation das Erscheinungsbild nicht so ist, wie man es sich vorgestellt hat.

Mit Lymphdrainage kann man sehr gute Ergebnisse erzielen. Die Mikrozirkulation wird angeregt und dies wiederum stärkt die Mitochondrien. Der Stoffwechsel und der Lymphfluss normalisieren sich wieder. Besonders die Kombination von Lymphdrainage, gezielter Ernährung, moderatem Sport und Lymphdrainage kann erstaunliche Erfolge erzielen.

Lymphdrainagegerät:

Bei der Behandlung eines Lipödems kann das Lymphdrainagegerät eine große Hilfe und effektive Ergänzung sein. Das Lymphdrainagegerät kann mit vorsichtigen Pumpbewegungen die Lymphe aus dem Ödem herausschieben. Da ein äußerlicher Druck auf das Lipödem Schmerzen verursacht, ist bei dem Lymphdrainagegerät zunächst ein sehr leichter Druck einzustellen. Das Gewebewasser findet mit Hilfe des Geräts den Weg nach oben und wird so vom Blutkreislauf übernommen. Das Spannungsgefühl im Ödembereich lässt merklich nach.

Weitere Informationen zu Lymphdrainagegeräten finden Sie hier.

Kontraindikationen:

Art und Dauer der Lymphdrainage ist immer mit einem Arzt abzuklären. Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen, dass Sie bei folgenden Befunden nicht durchgeführt werden darf:

  • akute Entzündungen durch Keime
  • durch Herzkrankheit verursachte Ödeme
  • akute Venenkrankheiten

Weitere Kontraindikationen explizit für die Anwendung von Lymphdrainagegeräten finden Sie hier.

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