Ödeme, was ist das?

Ödeme: Wasseransammlungen, im Körper eine Belastung.

Ödeme sind Anzeichen von Störungen im Lymphsystem. Diese führen zu Schwellungen unter der Haut.

Das fein verzweigte Netz der Lymphgefäße leitet Gewebeflüssigkeit aus allen Bereichen des Körpers ab. Feinste Kapillare vereinigen sich zu immer größeren Lymphgefäßen, die schließlich in das Venensystem münden. Bevor das Gewebewasser wieder den Blutkreislauf erreicht, wird es beim Durchfluss durch die Lymphknoten gefiltert und gereinigt.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Ödemen: Lymphödem, Lipödem und einer Kombination – das Lipolymphödem.

Lymphödem

Bei einem Lymphödem schaffen es die Lymphbahnen nicht, die gesamte Gewebeflüssigkeit aufzunehmen. Die Lymphe staut sich und es kommt zu einer Schwellung unter der Haut.

Ein Leben mit Lymphödemen ist beschwerlich. Die betroffenen Gliedmaßen fühlen sich schwer an und werden unbeweglich. Da der Wasseraustausch gestört ist, ist die gesamte Befindlichkeit schlecht. Man spürt den Druck im ganzen Körper.

Durch die Flüssigkeitsansammlung vergrößert sich auch der Abstand zwischen den Zellen. Dies kann zur Folge haben, dass den Zellen nicht mehr ausreichend Nährstoffe zugeführt werden. Dadurch werden sie geschädigt und können absterben.

Eine frühzeitige Behandlung des Lymphödems äußerst wichtig, um weiter reichende Schäden zu vermeiden. Dem Lymphödem kann mit der Entstauungstherapie entgegen gewirkt werden.

Lipödem

Lipödeme finden sich fast nur bei Frauen. Es handelt sich um eine Fettverteilungsstörung, die besonders an den Beinen oder Armen auftritt. Lipödeme sind klar zu unterscheiden von Übergewicht, bei dem „Reservefett“ angelegt wird. Beim Lipödem sind die Fettzellen vergrößert und verformt. Dem Lipödem kann man nur mit Diät nicht zu Leibe rücken. Eine reduzierte Nahrungsaufnahme führt lediglich dazu, dass die Person an den nicht betroffenen Stellen abnimmt. Die Ödeme aber bleiben. Zu den Anzeichen und Ursachen des Lipödems finden Sie hier weitere Informationen.

Die Fettgewebsvermehrung wächst mit den Jahren immer weiter an und führt zu einer immer stärker werdenden Druckempfindlichkeit der Haut. Man muss sich aber nicht mit der Situation abfinden. Mit einer gezielten Lymphdrainage kann man gute Erfolge erlangen. Lesen Sie hier mehr zur Lymphdrainage.

Lipolymphödem – Kombination aus Lymph- und Lipödem

Eine Folge der Lipödeme ist, dass die Lymphbahnen verstopft werden. Daduch entstehen zusätzlich Lymphödeme. Man spricht bei einer Kombination beider Formen der Ödeme von Lipolymphödemen. Die verminderte Stoffwechseltätigkeit im Bereich der Lipolymphödeme verstärkt sowohl die Fett- als auch die Wasseransammlungen, so dass sich die Situation im Laufe der Zeit immer mehr verschlimmert.